Meditation
Meditation
Meditation als Weg zur Erleuchtung
Das Fundament: Die physische Welt ist die Arena des Handelns
Wahre Meditation beginnt nicht auf dem Kissen, sondern im täglichen Leben. Erleuchtung – jener Zustand, in dem Zeit und Denken stillstehen – erfordert ein stabiles Sprungbrett: eine ethische Lebensweise. Ohne die tägliche Praxis der vier Tugenden ist innerer Friede unerreichbar:
Gewaltlosigkeit: Frieden im Außen schafft Frieden im Innen.
Wahrhaftigkeit: Klarheit im Wort reinigt den Geist.
Stolzlosigkeit: Das Ego muss weichen, damit die Seele Raum findet.
Innere Reinheit: Ein klarer Tempel empfängt klare Visionen.
Es zählt nur die Tat. Wer nur über Spiritualität spricht, ohne sie zu leben, stagniert. Wer jedoch täglich etwa 2,5 Stunden in die Praxis investiert und seine ethischen Voraussetzungen schafft, wird die Früchte der Meditation ernten. Das ultimative Ziel? Das Sterben zu lernen. Stirb jeden Tag gegenüber der Welt der Materie, um das wahre, unsterbliche Leben in dir zu finden. Dein Körper verfällt, doch deine Seele ist der Inbegriff von Liebe, Freiheit und Wahrheit – sie wartet sehnsüchtig auf deine Aufmerksamkeit.
Der sensorische Weg des Lichts (Schwingung) vs. Der motorische Weg des Prana (Materie)
Die sensorischen Ströme führen zur Aufmerksamkeit der Seele, zu Gott. Das Prana hingegen ist die Gesamtheit aller Naturkräfte, es reicht bis zum Höchsten Ort der Astralen Welt bis nach Sahasra oder auch Sahansdal-Kanwal:
Die Sackgasse der Motorik: Techniken, die sich auf den Atem oder die Manipulation von Chakren konzentrieren, nutzen motorische Ströme. Sie führen oft in die Welt der Siddhis (übernatürliche Kräfte), die eher binden als befreien. Solche Wege begünstigen Weltabgewandtheit und Askese, ohne echtes, befreiendes Wissen zu schenken.
Der Weg der sensorischen Ströme: Echte Meditation verbindet sich mit den sensorischen Strömen. Sie erweitert das Bewusstsein und offenbart die tiefen Zusammenhänge der Schöpfung. Hier wird das Ego rührig, der Intellekt still, und der Suchende erfährt das Licht und den Klang der gesamten Existenz.
Fortschritt ist individuell. Manche eilen voran, da sie „geistiges Guthaben“ aus der Vergangenheit mitbringen un so von einem vollkommenen Meister extrem profitieren. Für die meisten Menschen ist ein vollkommener Meister von unschätzbarem Wert – ein wahrer Freund, der die Seele selbst jenseits der physischen Welt führt.
Die Praxis: Das Durchschreiten der inneren Tore
Die Meisterschaft der Meditation zeigt sich in der absoluten Stille des Körpers:
Die Haltung: Sitze bequem und entspannt in einer Haltung, in der du für längere Zeit ruhig sitzen kannst. Schließe die Augen sanft.
Der Fokus: Richte deinen inneren Blick ca. 15 cm vor die Stirn, auf die Höhe der Nasenwurzel. Schau in die Dunkelheit, vollkommen konzentriert und wiederhole liebevoll einen Namen für Gott der dir gefällt. (zum Beispiel: "Om" oder "Amen" oder "Liebe" oder "Jesus" oder "Ham So" oder "Om Tat Sat Om") Wiederhole diesen Namen in kurzen Abständen, so können keine anderen Gedanken auftauchen, das nennt man Simran.
Der Rückzug der motorischen Ströme: Wenn die Konzentration hält, werden erst die Füße, dann die Hände und schließlich der ganze Leib taub. Die Lebensenergie zieht sich zum Dritten Auge zurück. Täglich minimum 2,5 Stunden Meditation führt dazu, das der Übende sich selbst erkennt, er lernt zu verstehen was die drei Gunas sind und wo die 3 Arten von Gedanken aufsteigen und welches Bewus-stsein damit verbunden ist.
"Lerne zu sterben, damit du zu Leben beginnen kannst"
Die Vision: Kannst du deine Aufmerksamkeit am Dritten Auge fokusieren, wird deine Innere Sicht erfüllt von Farben und Licht. Das Dritte Auge öffnet sich. Du wirst zum Zeugen deiner eigenen Seele. Die Anstrengung weicht einer unvergleichlichen Zeitlosigkeit.
Die Reise: Verweile nicht im Licht. Geh weiter. Durchschreite das Dritte Auge, zieh durch den Sternenhimmel in den Kosmos. In deinem Astralkleid bist du nun frei von den Fesseln der Physik.
Die drei Siegel: Um an die Schwelle des Jenseits zu gelangen, durchschreite die drei Tore: den Polarstern, den Vollmond und die Sonne. Dort wartet der Freund, der Murshid der Meister, dann erst beginnt die wahre Reise zurück zum Ursprung.
An diesem Punkt wird der Meister unerlässlich. Er ist der Führer, der den Weg und seine Fallgruben kennt und dich sicher durch die geistigen Welten begleitet.