Ethik als Chance
Ethik als Chance
Das Prinzip der Ahimsa (Gewaltlosigkeit) ist die Basis. Praktizierende ernähren sich strikt vegetarisch oder vegan (ohne Fleisch, Fisch und Eier).
Der Grund: Jedes Lebewesen hat eine Seele. Das Töten von Tieren für die Nahrung erzeugt schweres Karma, das die Seele an die materielle Welt bindet und den spirituellen Aufstieg behindert.
Der Konsum von Alkohol, Tabak und Drogen ist ein großes Hindernis um auf dem Spirituellen Pfad voran zu kommen.
Der Grund: Diese Substanzen trüben den Intellekt (Buddhi) und schwächen die Konzentrationsfähigkeit. Da der Pfad volle geistige Wachsamkeit und Disziplin erfordert, ist ein klarer Geist unerlässlich. Rauschmittel machen dich für die Meditation unfähig!
Dies umfasst Ehrlichkeit, Keuschheit und rechtes Handeln im Alltag:
Gewaltlosigkeit: In Gedanken, Worte und Taten.
Wahrhaftigkeit: Man soll seinen Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit verdienen (Haq Halal) und niemanden betrügen. Vermeide Heuchelei, Falschheit und Täuschung.
Keuschheit: Sexualität wird innerhalb einer treuen Ehe als legitim betrachtet, aber Ausschweifungen werden als Energieverlust und starke Bindung an die Sinne angesehen.
Demut: Das Überwinden des Egos (Ahankar) ist entscheidend. Frei von Stolz werden, um den Hochmut zu vermeiden, der oft mit spirituellem Fortschritt einhergeht.
Obwohl es wie eine Übung wirkt, ist es ein ethisches Gebot gegenüber der eigenen Seele. In der Regel wird erwartet, dass täglich 2,5 Stunden - Minimum (ein Zehntel des Tages, das „spirituelle Tithe“) der Meditation gewidmet werden.
Simran: Wiederholung der heiligen Namen zur Beruhigung des Gemüts.
Bhajan: Hören auf den inneren Tonstrom (Shabd).
Dienst an den Mitmenschen und der Schöpfung, ohne eine Belohnung zu erwarten. Dies hilft, das Ego zu zertrümmern und Liebe und Mitgefühl zu kultivieren.
Die gesamte Ethik dient dazu, die fünf negativen Leidenschaften zu bändigen, die die Seele ausrauben:
Kam (Lust/Begehren)
Krodh (Zorn/Wut)
Lobh (Gier)
Moh (Verhaftung/Anhänglichkeit)
Ahankar (Stolz/Ego)